Die Elektro-Mobilität nimmt Fahrt auf!

Elektroautos werden auch in Österreich immer beliebter. Kein Wunder, neben dem ökologischem Aspekt locken auch wirtschaftliche Begünstigungen.

Alleine im Jahr 2015 wurden 1.677 rein elektrische Fahrzeuge sowie 1.101 Plug-in Hybride bzw. Range-Extender Fahrzeuge neu zugelassen, sagen Zahlen der Statistik Austria. Im Vergleich zu neu zugelassen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor noch weit abgeschlagen, aber der Trend geht nach oben. Im Jahr 2014 waren es noch 1.281 rein elektrische Fahrzeuge – Neuzulassungen mit reinem Elektroantrieb sind damit im Vergleich zu 2014 um 31% höher und gehören zu dem am stärksten wachsenden Fahrzeugsegment. Daneben wurden 2015 außerdem rund 3.500 Hybrid-Fahrzeuge angemeldet, 2014 waren es hier noch weniger als 2.500. Dies beweist ein deutliches Plus bei Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen. Das beeinflusst auch die durchschnittlichen CO2-Emissionen von Neuwagen positiv.

Zum einen hat mit Sicherheit die nunmehr gute Auswahl an Fahrzeugmodellen für Private wie auch Unternehmer zu mehr Interesse geführt, zum anderen beschäftigen sich immer mehr Betriebe aus Effizienzgründen mit der Umstellung auf einen ‚grünen Fuhrpark‘. Das ist auch notwendig, sind doch die CO2-Zielsetzungen der EU nur mit E-Mobilität zu erzielen
DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power.

Firmen am Elektro-Hebel

Den größten Hebel für E-Mobilität sieht Aichmaier dabei im Bereich der Firmenautos: „Wenn man sich anschaut, dass 60% der Neuzulassungen Firmenfahrzeuge sind, ist evident, wo man ansetzen muss.“ Die Deutsche Post ist auf den Geschmack gekommen und stellt nach und nach ihre Lieferflotte auf E-Autos um. Die Deutsche Post ging 2014 unter die Automobilhersteller, produziert vorerst aber nur für das eigene Unternehmen. Bereits 1000 selbst produzierte E-Scooter sind inzwischen für die Deutsche Post bereits im Einsatz, 2000 weitere sollen heuer noch hinzukommen. Ab 2017 sollen außerdem jährlich 10.000 E-Autos die bisherigen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ersetzen. Im Gegensatz zu Tesla, der mit hochpreisigen E-Autos vor allem Privatkunden anspricht, will die Deutsche Post kostengünstige E-Autos für Geschäftskunden bauen. Für die Österreichische Post sind bereits 1.142 Elektrofahrzeuge unterwegs, davon 232 E-Autos, gerade hier will man noch ausweiten. Die gesamte Flotte von 7.500 Fahrzeugen kann man aber nicht auf E-Autos umrüsten, da die gebirgige Topographie Österreichs die Akkus zu stark belasten würde.

Steuerreform als Hebel für sauberen Privatverkehr 

Die Steuerreform, die mit Anfang 2016 in Kraft getreten ist, vergünstigt Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen den Kauf eines Elektroautos. So sind reine Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge von Vorsteuer und Sachbezug befreit. Gerade als Unternehmer kann man sich so einiges an Geld sparen. Durch den möglichen Vorsteuerabzug und etwaige Förderungen können bei der Anschaffung eines E-Nutzfahrzeuges, z.B. dem Nissan e-NV200, gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug mit Verbrennungsmotor rund EUR 10.000,-  eingespart werden. Mit der Umstellung auf E-Autos darf man die Frage der Ladeinfrastruktur nicht vergessen. „Neben Herstellern von Ladesäulen werden hierbei in erster Linie die Elektriker für Unternehmer wie auch Private eine Anlaufstelle sein – für Installationschecks, Angebotslegung und Umsetzung. Daher ist für mich die Elektrobranche eine der wichtigsten überhaupt“, sagt Aichmaier.

Hier geht’s zum Steuerrechner für Privat und Gewerbe:
http://www.austrian-mobile-power.at/steuerrechner

Über Austrian Mobile Power

Mit der gemeinsamen Kraft und Kompetenz österreichischer Spitzenunternehmen führt Austrian Mobile Power als die branchenübergreifende Elektromobilitäts-Allianz Österreichs die Implementierung der Elektromobilität voran. Die Kompetenzplattform umfasst Spitzenrepräsentanten aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Systemanbieter, Energieversorger, Anwendertechnologien und Interessenvertretung. Zahlreiche Mitglieder engagieren sich in der Allianz für attraktive Angebote, durch die zu konventionellen Fahrzeugen eine Alternative geschaffen wird. Zur ihren Mitgliedern zählen: ABB, AIT Austrian Institute of Technology, ARBÖ, Automobil-Cluster OÖ, AVL List, blitzzcar, BMW Group Austria, EC Park and Charge, e-Marke, Energie AG Oberösterreich, FEEI, G&F Handelsges.m.b.H, Hyundai, IBIOLA Mobility Solutions, Industriellenvereinigung, INFINEON, Innovation Service Network, KTM AG, LeasePlan Österreich, Lohner, MAGNA, NISSAN ÖSTERREICH, ÖAMTC, Österreichs Energie, OVE, Porsche Austria, Raiffeisen Leasing, Renault Österreich, REWE International AG, Robert Bosch AG, Siemens AG Österreich, SMATRICS, SWARCO TRAFFIC AUSTRIA, VERBUND AG, VIRTUAL VEHICLE und Wirecard CEE.

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