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Videoüberwachung im Privatbereich – 15 häufige Fehler und wie sie vermieden werden

Mit einer Überwachsungskameraanlage im Eigenheim sollen Sie sich sicher fühlen. Wir haben für Sie 15 Punkte angeführt, die bei der Videoüberwachung zu beachten sind. 

Diese 15 Punkte zeigen, wie komplex die Planung, Installation, Einrichtung und Prüfung einer Videoüberwachungsanlage ist. Vertrauen Sie daher auf die geprüften Alarmanlagenerrichter der Wirtschaftskammer. Sie sind Ihr Ansprechpartner für Risikoanalyse, Planung, Installation, Prüfung und Service – für Ihre Sicherheit daheim!

 

Zu wenig Kameras
Die modernste Videoüberwachung ist wertlos, wenn wesentliche Bereiche des Grundstücks nicht gesichert sind. Alle Zugänge zum Haus sollten durch eine Überwachungskamera abdeckt werden (Hauszugang, Terrassen- und Gartenzugänge, etc.)

Kein Überwachungskamera-Test

Ein Überwachungskamera-Test sollte vor dem Kauf für die jeweiligen Anwendung bzgl. Auflösung, Qualität, Entfernung, Breite und Nachtsicht auf Testbildern angefordert werden.

Mischbetrieb unterschiedlicher Kameras
Gerade bei der Nachrüstung von Kameras für bisher nicht überwachte Bereiche oder beim Garten und Wohnraum werden oft unterschiedliche Kameras gewählt. Es ist darauf zu achten, dass alle Überwachungskameras die gleiche Signalart besitzen
(HD-SDI, SDI oder AHD/TVI). Ratsam ist es daher, Kameras von einem einzigen Hersteller zu verwenden, da Sie dann von einheitlicher Bedienung, problemlosen Systemintegration und Service profitieren. Hierbei ist das gesamte Überwachungssystem optimal aufeinander abgestimmt.

-> Empfohlen für privat und kleines Gewerbe:
HD-SDI überträgt klar, digital und störungsfrei auf Koax-Kabeln und ermöglicht Auflösungen von 2 Megapixel.

-> SDI für kleine Überwachungsbereiche.

-> Die kostengünstige Lösung:
AHD/TVI überträgt analog und in HD auf Koax-Kabeln, ermöglicht Auflösungen von 2 Megapixel und ist, bedingt durch die analoge Übertragung allerdings nicht so klar und störungsfrei wie SDI.

Mehr dazu:

Lokale Kameras für die Heimüberwachung

Unzuverlässige Aufzeichnungslösungen
Der eigene PC im Dauerbetrieb oder Cloud-Angebote sind nicht geeignet für die Videoaufzeichnungen. Neben den zu geringe Upload-Bandbreiten durch den heimischen DSL-Anschluss sind es vor allem Sicherheitsrisiken.
Daher: „Überwachungskamera-Aufzeichnungen sollten immer auf einen Langzeitrekorder erfolgen. Diese arbeiten sehr energieeffizient und sollten durch ihre geringe Größe so angebracht werden, dass sie vor Dieben unsichtbar sind und nicht mitgenommen werden können.“
Zitat © blickpixel

Mehr dazu:

Externe Speicherlösungen für Überwachungsdaten

Falsche Brennweite und Blickwinkel
Damit die Videoüberwachung die entsprechenden Flächen zuverlässig erfasst und unbefugte Personen eindeutig identifiziert werden können, muss die Brennweite perfekt auf den Überwachungsbereich abgestimmt sein. Auch der Blickwinkel muss stimmen.
Nahbereich 1 – 10 Meter für Weitwinkel-Überwachungskameras mit 30 – 100 Grad Blickwinkel.
Fernbereich 9 – 30 Meter Tele mit 15 – 30 Grad
Super-Fernbereich 20 – 100 Meter Super-Tele mit 5 bis 15 Grad Blickwinkel

WLAN- und Funk-Kameras sind nicht tauglich!
Verzichten Sie auf WLAN- und Funk-Produkte. Kaufen Sie stattdessen Kameras mit Kabelanschluss. Die Erfahrung zeigt, dass sie zuverlässiger arbeiten. Bei Modellen, die ihre Bilder über Funk oder WLAN an das Aufnahmegerät weiterleiten, kann es zu Störungen, kurzfristigen Bildausfällen und Totalausfällen kommen. Sobald mehrere Wände zwischen Wiedergabegerät und Kamera liegen, wird eine durchgehende Aufzeichnung nahezu unmöglich. Die Reichweiten sind in der Praxis zu gering und betragen nur ca. 10 – 20 Meter.

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Bei IP Kameras zählt die Ausstattung

Montage zu hoch und falsche Platzierung
Nicht selten werden Überwachungskameras zu weit oben am Gebäude montiert. Das hat den Nachteil, dass Gesichter von Personen wesentlich schlechter erkennbar sind. Erfahrene Alarmanlagenerrichter wissen genau, welche Höhe im Einzelfall zu wählen ist, um die bestmögliche Personenerkennung zu gewährleisten.

Schlechte Bildqualität, falsche Auflösung
Eine Überwachung ist im Falle einer kriminellen Handlung nur hilfreich, wenn die Täter sowie Handlungen möglichst gut erkennbar sind. Entscheidend dabei ist die Nachtsicht-Qualität. Daher:  Testbilder vom Hersteller bestellen, um die Bildqualität zu prüfen. Die folgende Liste dient der Orientierung und zeigt auf, wie viele LEDs für welche Entfernung mindestens nötig sind:
• 25 Meter: 200 LEDs
• 15 Meter: 100 LEDs
• 10 Meter: 70 LEDs
• 5 Meter: 50 LEDs

Empfehlenswert sind Infrarot Kameras mit IR-LEDs. Generell ist eine HD-Auflösung vorteilhaft. Bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel lassen sich Personen bis rund neun Meter Bildbreite erkennen (wichtig für Fahndungsfotos).

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Qualität der Aufnahmen entscheidet über Erfolg

Überwachungskamera-Nachtsicht falsch ausgewählt

Oft wird die falsche Kamera mit zu geringer Nachtsicht falsch gewählt: kleine Kameras sollen dann 50 Meter und mehr ausleuchten – das funktioniert nicht!

Oder Überwachungskameras werden nicht in HD-Auflösung gekauft. sondern in der veralteten SD, PAL bzw. 640 x 480 VGA Auflösung (Auflösung ca. 0,4 Megapixel). Die Folge: Gesichter sind schlecht oder gar nicht erkennbar und für Entfernungen ab drei Meter bzw. für große Flächen sind Überwachungskameras ohne HD nicht geeignet.
Unter 2 Megapixel sollte keine Überwachungskamera gekauft werden.

Unsere Mindestempfehlung: 1K Überwachungskamera mit 2 Megapixel Auflösung für kleine Flächen wie Privathäuser und kleines Gewerbe & 2K Überwachungskamera mit 4 Megapixel Auflösung für mittlere Flächen, Gewerbe und anspruchsvolle Privathäuser.

Kameras mit Alarmsignalen und Tonaufzeichnung
Kaufen Sie keine Überwachungskameras mit optischen Signalen oder Ton-Aufnahme. Modelle mit roten, blinkenden Lämpchen deuten auf Attrappen hin und machen die abschreckende Wirkung zunichte. Aufzeichnungen mit Ton können sind vor Gericht nicht gültig, da Ton, im Gegensatz zu Video, verboten ist.

Daueraufnahme
Beim Privatgelände erfordert die Daueraufnahme  hohe Aufzeichnungskapazitäten. Um Speicherplatz zu sparen und die Auswertung von Videodaten zu erleichtern, sollten Kameras mit Bewegungserkennung zum Einsatz kommen. Nur dann wird Bildmaterial aufgenommen, wenn im entsprechenden Bereich Bildänderungen erkannt werden.
Zur automatischen Alarmierung ist sie jedoch ungeeignet, da Tiere oder von Wind bewegte Pflanzen Bewegungen und Fehlalarme verursachen. Daher sollte eine separate Alarmanlage verwendet werden, in der das Videoüberwachungssystem eingebunden ist und die über Internet-Zugriff verfügen. Die Alarmanlage alarmiert dann per Telefonanruf. Mit dem Smartphone besteht dann der Live-Zugriff auf die Überwachungskameras und deren Aufzeichnungen.

Wildkameras, Akku- und Batteriekameras

Batterie- oder akkubetriebene Überwachungskameras sind nicht als Überwachungskameras geeignet. Wildtierkameras werden durch einen Bewegungsmelder mit wenigen Metern Reichweite aktiviert, um so Strom für eine längere Betriebszeit zu sparen. Übertragung und Aufnahmen finden daher verzögert statt. Dadurch fehlt der Anfang jeder Überwachungskamera-Aufzeichnung. Da die Betriebswärme wie bei strombetriebenen Kameras fehlt, frieren Batterie- und Akku-Überwachungskameras im Winter ein. Außerhalb der Bewegungsmelder-Reichweite sowie im Winter kann daher so gut wie gar nicht übertragen werden, ebenso, wenn die Batterien leer sind.

Mehr dazu:

Wildkameras für Überwachungszwecke

Kamera-Bauform und Schutzgrad falsch gewählt

Eine falsche Überwachungskamera-Bauform verhindert effiziente Überwachung. Und wenn eine Innenraumkamera draußen eingesetzt wird, so wird diese ohne ausreichenden Schutzgrad durch Frost und Feuchtigkeit zerstört. In Außenbereichen muss auf den Schutzgrad von mindesten IP65 oder besser IP66 (Staubdicht und Strahlwasserschutz) geachtet werden.
Weiße oder silbergraue Domkameras, das sind kleine runde und ballförmige Überwachungskameras für den Innenbereich werden unscheinbar an Decken oder Wänden installiert.
In Außenbereichen werden Überwachungskamera mit Wandarm wegen der besseren Möglichkeit zur Ausrichtung und besserer Nachtsicht gewählt.
Zur verdeckten Videoüberwachung sollten Minikameras oder getarnte Überwachungskameras zum Einsatz kommen. Aufgrund der verkleinerten Bauform haben Sie weniger Infrarot-Nachtsicht-LEDs und benötigen deshalb in der Nacht eine Zwangsbeleuchtung (Sekundärbeleuchtung).

mehr dazu:

Security-Kameras im Außenbereich

Kameras vom Versandhändler

Vermeintliche Sonderangebote entpuppen sich oft als wenig taugliche Lösungen. Es scheitert mal an der Aufzeichnung und Bedienung oder der Fernzugriff per App lässt sich nicht konfigurieren oder die Datenübertragung erfolgt über ominöse Serverlösungen. An Menüs und Anleitungen in Deutsch mangelt es ebenso.

Vertrauen Sie daher einem Profi!

Wir empfehlen daher eine professionelle Installation durch einen geprüften Alarmanlagenerrichter vor Ort. Er garantiert professionelle Beratung und Risikoanalyse vor Ort, installiert die für Ihr Eigenheim maßgeschneiderte Sicherheitslösung, stellt diese vor Ort per finetuning ein und serviciert Ihre Anlage auf Wunsch regelmäßig.

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