Externe Speicherlösungen für Überwachungsdaten

Wer mehr als zwei Netzwerkkameras zum Einsatz bringen will, kommt um eine externe Speicherlösung nicht herum.

Viele am Markt erhältliche IP Kameras wurden von Haus aus so ausgestattet, damit sie ihren Job als eigenständige Überwachungskamera mehr oder weniger autonom erledigen können. Diese Modelle besitzen die Eigenschaft, mit dem Internet Protocol (IP) umgehen zu können. Damit sind sie über ein Heim-Netzwerk (LAN) kontrollierbar, was unter anderem auch für die dezentrale Datenspeicherung von Bedeutung ist. Die meisten Kameras für den Heimgebrauch verfügen dennoch über einen SDSlot mit Speicherkarte für Video- oder Einzelbildaufnahmen.

Die Aufzeichnungskapazität auf der SD-Karte ist je nach Größe des Speichers beschränkt. 128 GB Datenvolumen sind aktuell die Obergrenze. Was eigentlich recht viel ist. Rund 2000 Minuten Video im Format HD-Standard passen auf so eine Disk, bis sie voll ist. Möchte man in höherer Auflösung aufnehmen, etwa mit bis zu 24 Mbps, reduziert sich die Kapazität gleich einmal auf 640 Minuten. Aber was nützt das alles, wenn im Fall des Falles die Kamera samt Speicherkarte gestohlen wird?

Network Attached Storage
Auch wenn niemand damit rechnet, dass eine Überwachungskamera entwendet werden könnte, gibt es viele gute Gründe, warum man die Aufzeichnungen dezentral abspeichern sollte. Zu diesem Zweck bieten sich sowohl netzgebundene Speicher (NAS) als auch Netzwerk Video Recorder (NVR) an. NAS-Systeme sind Serverdienste, die den Clients einsatzbereite Dateisysteme (Dateiserver) über LAN- oder WLAN-Netzwerke zur Verfügung stellen. NVR-Systeme sind kleine Computer mit Software zur Videoaufzeichnung und Videoverwaltung. Beide Systeme können die Daten mehrerer IP
Kameras gleichzeitig speichern und mit entsprechenden Programmen verwalten.

NAS oder NVR?
Ein Netzwerk Video Recorder (NVR) hat den Vorteil, viele Parameter auch ohne separaten Computer steuern zu können. Die digitalen Daten (Videos, Fotosequenzen) werden auf der integrierten Festplatte gespeichert, USB-Anschlüsse und HDMI-Schnittstellen sind bereits an Bord. Allerdings sind diese Systeme eher für Plug & Play Lösungen ausgerichtet und passen oft gar nicht mit Komponenten anderer Hersteller zusammen. NAS-Systeme wiederum bieten viel mehr Spielraum beim Konfigurieren und es gibt keine Limits bei der Verarbeitung unterschiedlicher Kamerasignale. Das hat seinen Preis: wer mehr Kameras verwalten oder andere Extras nützen will, muss mit saftigen monatlichen Software-Lizenzgebühren rechnen.

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